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Pferdefütterung bei Hitze und trockener Weide: So versorgst du dein Pferd im Spätsommer richtig

Pferdefütterung bei Hitze und trockener Weide: So versorgst du dein Pferd im Spätsommer richtig

Anhaltende Hitze und wochenlange Trockenheit setzen nicht nur Reiter, sondern vor allem unsere Pferde unter Druck. Die Weiden sind vertrocknet – und gleichzeitig steigt der Nährstoffbedarf durch Schwitzen und Kreislaufbelastung. In diesem Beitrag erfährst du, worauf du bei der Fütterung im Spätsommer achten solltest, welche Ergänzungen sinnvoll sind und wie du gesundheitliche Probleme vermeidest.

Trockene Weide: Wenn das Gras nicht mehr reicht

Ab Mitte Juli kann es passieren, dass Weideflächen in vielen Regionen kaum noch nutzbares Gras bieten. Die Grasnarbe ist verbrannt, der Aufwuchs stark reduziert, und was noch steht, ist nährstoffarm und faserreich. Für Pferde bedeutet das: Die Weide allein deckt den Energiebedarf nicht mehr.

In dieser Situation ist es wichtig, die Fütterung frühzeitig anzupassen, statt darauf zu warten, dass das Pferd sichtbar abnimmt. Denn bis ein Gewichtsverlust am Körper auffällt, hat das Tier bereits über einen längeren Zeitraum zu wenig Energie aufgenommen.

Besonders bei leichtfuttrigen Rassen wie Isländern, Haflingern oder Robustrassen wird die trockene Weide manchmal als unproblematisch eingestuft – doch auch sie brauchen eine Mindestmenge an Raufaser, um die Verdauung in Gang zu halten.

Heu als Grundlage – auch im Sommer unverzichtbar

Raufutter ist und bleibt die Basis jeder Pferdefütterung. Die Faustregel lautet: Mindestens 1,5 bis 2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht am Tag. Wenn die Weide nichts mehr hergibt, muss diese Menge vollständig über Heu oder Heualternativen abgedeckt werden.

Auch auf der Sommerweide sollte deshalb Heu zur freien Verfügung stehen – zum Beispiel in Heunetzen, die vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufgehängt werden. Achte darauf, dass das Heu nicht feucht wird: In der Hitze entwickelt sich Schimmel besonders schnell.

Wenn du das Raufutterangebot erweitern möchtest, können Heucobs eine gute Alternative sein. Produkte wie die Josera Kraut & Rüben Heucobs lassen sich eingeweicht verfüttern und liefern gleichzeitig zusätzliche Flüssigkeit. Auch die Eohippos Sensitive Cobs, die zu 100 % aus getrocknetem Timothee-Gras bestehen, eignen sich als strukturreicher Heuersatz.

Wasserbedarf: So viel trinkt dein Pferd bei Hitze

Ein Pferd trinkt unter normalen Bedingungen etwa 30 bis 50 Liter Wasser pro Tag. Bei hohen Temperaturen und körperlicher Belastung kann dieser Wert auf 60 Liter und mehr ansteigen. Wasser ist damit der wichtigste Nährstoff im Sommer – und gleichzeitig der, bei dem die meisten Fehler passieren.

Kontrolliere die Tränken auf der Weide und im Stall regelmäßig. Stehendes Wasser in Wannen heizt sich in der Sonne schnell auf und wird von vielen Pferden dann weniger angenommen. Ideal ist frisches, kühles (nicht eiskaltes) Wasser, das mehrmals täglich nachgefüllt wird.

Ein einfacher Test, ob dein Pferd ausreichend trinkt: Drücke eine Hautfalte am Hals zusammen. Glättet sich die Falte innerhalb von zwei Sekunden, ist der Flüssigkeitshaushalt in Ordnung. Bleibt sie stehen, ist das Pferd möglicherweise dehydriert.

Elektrolyte: Schweißverluste gezielt ausgleichen

Pferde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über Schwitzen. Dabei verlieren sie nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe: Natrium, Kalium, Chlorid, Calcium und Magnesium. Bei starker Hitze oder intensivem Training können das mehrere Liter Schweiß pro Stunde sein.

Ein Salzleckstein – etwa der Himalaya Salzleckstein – sollte immer frei zugänglich sein. Er deckt den Grundbedarf an Natrium und Chlorid ab. Bei höherer Belastung reicht der Leckstein allein jedoch nicht aus.

In solchen Fällen empfiehlt sich ein gezieltes Elektrolytpräparat nach dem Training oder an besonders heißen Tagen. Stiefel Elektrolyt ist ein wasserlösliches Pulver zum Einmischen ins Trinkwasser oder Futter. Wer eine flüssige Variante bevorzugt, greift zu Stiefel Elektrolyt liquid, das direkt ins Wasser gegeben werden kann. Weitere bewährte Produkte sind Pavo Elyte mit Natrium, Kalium, Chlorid, Calcium und Magnesium, St. Hippolyt Elektrolyte mit hoher Akzeptanz sowie die Pferdegold Elektrolyte im praktischen 1,5 kg Eimer.

Wichtig: Elektrolyte immer erst nach dem Training oder der Belastung geben – nie auf nüchternen Magen und immer zusammen mit ausreichend Wasser. Wenn ein Pferd die mit Elektrolyten versetzten Tränken ablehnt, sollte zusätzlich reines Wasser angeboten werden.

Mineralfutter und Spurenelemente: Die Basisversorgung sicherstellen

Gerade wenn die Weide kaum noch Nährstoffe liefert und vermehrt auf Heu umgestellt wird, kann die Versorgung mit Spurenelementen und Vitaminen lückenhaft werden. Heu verliert mit der Lagerung an Vitamingehalt – insbesondere Vitamin E und Beta-Carotin nehmen im Laufe der Monate deutlich ab.

Ein gutes Mineralfutter gleicht diese Lücken aus. Für Pferde auf der Weide hat Marstall mit dem Marstall Weide-Riegel ein speziell konzipiertes Produkt entwickelt: ein gepresster Riegel mit allen wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen für die Weidesaison.

Weitere bewährte Optionen sind Pavo Vital als Allround-Mineralfutter für Freizeitpferde, Derby Mineral-Pellets in gut dosierbarer pelletierter Form, Eggersmann Kräutermineral getreidefrei für Pferde mit Getreideunverträglichkeit sowie Marstall Vitamin E & Selen als gezielte Ergänzung für den Muskelstoffwechsel.

Mash: Flüssigkeit und Verdauungsunterstützung in einem

Mash ist eine lauwarme Futtermischung, die mit viel Wasser angerührt wird und sich besonders gut eignet, um die Flüssigkeitsaufnahme zu steigern. Die meisten Pferde nehmen Mash sehr gerne an – vor allem nach anstrengenden Trainingseinheiten oder an besonders heißen Tagen.

Neben der Flüssigkeit liefert Mash leicht verdauliche Faserstoffe, die den Darm unterstützen. Das Marstall Bergwiesen-Mash ist getreidefrei und damit auch für Pferde mit empfindlichem Stoffwechsel geeignet. Wer eine schnelle Lösung sucht, findet im Marstall Mash to Go eine praktische Portionspackung. Weitere Mash-Produkte bei muunchy sind Derby Mash, Höveler Pur Mash und Josera Kraut & Rüben Mash.

Kotwasser und Verdauungsstörungen: Ein häufiges Sommerproblem

Futterumstellungen – etwa der abrupte Wechsel von kargem Weidegras auf Heu oder umgekehrt, wenn nach Regen plötzlich frisches Gras nachwächst – können den Verdauungstrakt von Pferden belasten. Kotwasser und weicher Kot sind häufige Begleiter solcher Wechsel.

Unterstützend können in solchen Phasen Produkte wirken, die die Darmflora stabilisieren. Mühldorfer Revitopur prebiotic wurde speziell für Pferde mit Kotwasser und Stoffwechselbeschwerden entwickelt. Auch die Stiefel Darmkräuter – eine 100 % naturbelassene Kräutermischung – können zur Beruhigung des Magen-Darm-Trakts beitragen.

Wann du den Tierarzt hinzuziehen solltest

Bei den meisten Pferden reichen die oben genannten Anpassungen aus, um gut durch den Spätsommer zu kommen. In manchen Fällen ist allerdings tierärztliche Hilfe nötig. Du solltest den Tierarzt kontaktieren, wenn dein Pferd trotz ausreichendem Wasserangebot deutlich weniger trinkt als gewöhnlich, wenn die Hautfalte am Hals stehen bleibt (Zeichen für Dehydration), wenn das Pferd Anzeichen von Kreislaufproblemen zeigt (Apathie, Schwanken, starkes Schwitzen im Ruhezustand), wenn Kotwasser oder Durchfall über mehrere Tage anhält, oder wenn Kolik-Symptome auftreten (Flehmen, Wälzen, zum Bauch Schauen, Futterverweigerung).

Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu oft den Tierarzt anrufen als zu selten.

Fazit: Vorausschauend füttern statt reagieren

Hitze und trockene Weiden sind kein Grund zur Panik – aber ein Grund, die Fütterung rechtzeitig anzupassen. Heu bereitstellen, Wasserversorgung kontrollieren, Elektrolyte nach Bedarf ergänzen und ein gutes Mineralfutter durchfüttern: Das sind die vier Säulen, mit denen dein Pferd den Spätsommer gesund übersteht.

Alle genannten Produkte findest du im Pferdesortiment bei muunchy.de – von Heucobs über Elektrolyte bis hin zu Mineralfutter und Mash.

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