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Hufrehe beim Pferd: Ursachen, Symptome und die richtige Fütterung

Hufrehe beim Pferd: Ursachen, Symptome und die richtige Fütterung

Hufrehe gehört zu den gefürchtetsten Erkrankungen bei Pferden – und das zu Recht. Die schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut kann im schlimmsten Fall zur Hufbeinrotation führen und das Pferd dauerhaft lahm machen. Besonders im Frühling und Frühsommer, wenn die Weiden üppig wachsen und der Fruktangehalt im Gras steigt, häufen sich die Fälle. Doch Hufrehe ist kein unabwendbares Schicksal: Mit dem richtigen Wissen über Ursachen und Symptome sowie einer angepassten Fütterung kannst du viel tun, um dein Pferd zu schützen. In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige rund um Hufrehe – und welche Produkte von muunchy.de deinem Pferd bei Vorbeugung und Behandlung helfen können.

Was ist Hufrehe? – Die Krankheit verstehen

Bei Hufrehe (auch Laminitis genannt) entzündet sich die Huflederhaut – eine dünne, aber enorm wichtige Gewebeschicht, die das Hufbein mit der Hufkapsel verbindet. Durch die Entzündung schwillt dieses Gewebe an und wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Da die Hufkapsel dem Druck nicht nachgeben kann, entsteht ein extremer Schmerz für das Pferd. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich das Hufbein absenken oder sogar drehen – eine sogenannte Hufbeinrotation, die im schlimmsten Fall irreversibel ist.

Hufrehe betrifft am häufigsten die Vorderhufe, kann aber auch alle vier Hufe gleichzeitig befallen. Besonders gefährdet sind übergewichtige Pferde und Ponys, Robustrassen wie Isländer, Haflinger und Shetlandponys sowie Pferde mit Stoffwechselerkrankungen wie dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) oder dem Equinen Cushing-Syndrom (PPID).

Hufrehe erkennen: Die wichtigsten Symptome

Je früher du Hufrehe erkennst, desto besser stehen die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung. Achte auf folgende Warnsignale:

Typische Sägebockhaltung: Dein Pferd verlagert das Gewicht nach hinten auf die Hinterhand, um die schmerzenden Vorderhufe zu entlasten. Die Vorderbeine werden nach vorn gestreckt.

Lahmheit und steifer Gang: Betroffene Pferde laufen steif und vorsichtig, besonders auf hartem Boden. Der Gang wirkt trippelnd und unwillig.

Warme Hufe und verstärkter Puls: Fühlst du die Hufe an, sind sie ungewöhnlich warm. An den Fesselarterien ist ein deutlich pochender Puls spürbar – ein sehr zuverlässiges Frühwarnsignal.

Unwilligkeit, sich zu bewegen: Dein Pferd steht viel, möchte nicht laufen und reagiert empfindlich beim Hufeauskratzen.

Liegezeiten nehmen zu: Pferde mit starken Schmerzen legen sich häufiger hin, um die Hufe zu entlasten.

Wichtig: Bei Verdacht auf Hufrehe ist sofortiges Handeln gefragt! Kontaktiere umgehend deinen Tierarzt. Bis der Tierarzt eintrifft, stelle dein Pferd auf weichen Untergrund (Sand, Späne) und kühle die Hufe vorsichtig mit kaltem Wasser.

Ursachen von Hufrehe: Warum trifft es mein Pferd?

Die Ursachen für Hufrehe sind vielfältig, lassen sich aber in drei Hauptkategorien einteilen:

1. Fütterungsbedingte Hufrehe (häufigste Ursache): Zu viel Stärke, Zucker oder Fruktan im Futter löst eine Fehlgärung im Dickdarm aus. Dabei werden Giftstoffe (Endotoxine) freigesetzt, die über die Blutbahn in die Huflederhaut gelangen und dort die Entzündung auslösen. Typische Auslöser sind zu viel frisches Weidegras (besonders im Frühjahr, wenn der Fruktangehalt hoch ist), übermäßige Getreidefütterung, zu viele Leckerlis und Kraftfutter.

2. Stoffwechselbedingte Hufrehe: Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) und das Cushing-Syndrom (PPID) sind Stoffwechselerkrankungen, die das Hufrehe-Risiko massiv erhöhen. Bei EMS liegt eine Insulinresistenz vor – ähnlich wie bei Diabetes Typ 2 beim Menschen. Das Cushing-Syndrom betrifft vor allem ältere Pferde und führt zu einer übermäßigen Cortisol-Produktion.

3. Belastungsrehe und andere Auslöser: Auch mechanische Überbelastung (z. B. langer Ritt auf hartem Boden), Vergiftungen, Nachgeburtsverhaltung bei Stuten oder bestimmte Medikamente (Kortikosteroide) können Hufrehe auslösen.

Die richtige Fütterung bei Hufrehe – darauf kommt es an

Da Fütterungsfehler die häufigste Ursache für Hufrehe sind, spielt die Futterumstellung eine zentrale Rolle bei Behandlung und Vorbeugung. Hier die wichtigsten Grundsätze:

Heu als Basis: Hochwertiges, spät geschnittenes Heu mit niedrigem Zuckergehalt (unter 10 %) sollte das Grundfutter bilden. Tipp: Heu vor dem Füttern 30–60 Minuten in Wasser einweichen, um wasserlösliche Zucker auszuschwemmen.

Kein Getreide und kein Kraftfutter: Getreide wie Hafer, Gerste und Mais enthalten viel Stärke und Zucker – bei Hufrehe-Pferden absolut tabu. Auch Müslis mit Getreideanteil oder Melasse müssen vom Futterplan gestrichen werden.

Weidegang kontrollieren: In der akuten Phase kein Weidegang! Danach nur kontrolliert und am besten in den frühen Morgenstunden, wenn der Fruktangehalt im Gras am niedrigsten ist. Ein Fressmaulkorb kann den Graskonsum zusätzlich reduzieren.

Mineralstoffversorgung sicherstellen: Trotz reduzierter Fütterung muss dein Pferd mit allen wichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt werden. Besonders Zink, Biotin, Kupfer und Selen sind essentiell für eine gesunde Hufstruktur.

Übergewicht reduzieren: Übergewichtige Pferde haben ein deutlich höheres Hufrehe-Risiko. Eine kontrollierte Gewichtsreduktion durch angepasste Fütterung und moderate Bewegung ist langfristig einer der wichtigsten Schutzfaktoren.

Unsere Produktempfehlungen für Pferde mit Hufrehe

Bei muunchy.de findest du eine umfangreiche Auswahl an Produkten, die speziell auf die Bedürfnisse von Hufrehe-Pferden abgestimmt sind. Hier unsere Top-Empfehlungen:

Hufgesundheit gezielt unterstützen:

Der marstall Huf-Regulator (ab 43,45 €) ist ein hochwertiges Spezialfutter, das gezielt die Hufgesundheit unterstützt. Mit einem durchdachten Mix aus Biotin, Zink, Kupfer und Methionin fördert er das Hufhornwachstum und stärkt die Hufstruktur von innen heraus – ideal für Pferde mit empfindlichen oder geschädigten Hufen.

Ergänzend dazu pflegt das Cavalor Dry Feet Natural (24,85 €) die Hufsohle und den Strahl von außen. Die natürliche Formel auf Basis von Prä- und Probiotika sorgt für eine intensive und nachhaltige Strahlpflege – besonders wichtig, wenn geschwächte Hufe anfällig für Strahlfäule werden.

Stoffwechsel und Entgiftung fördern:

Die Equipower Stoffwechselkräuter liquid (24,35 €) unterstützen mit einer bewährten Kräutermischung die Leber- und Nierenfunktion deines Pferdes. Gerade bei Hufrehe ist ein gut funktionierender Stoffwechsel essenziell, um Giftstoffe schnell abzubauen und die Regeneration zu fördern.

Artgerechte Raufutter-Ergänzung:

Die Olewo Rote Beete Chips (ab 9,43 €) sind eine gesunde und zuckerarme Futterergänzung, die nicht nur Pferden, sondern auch Hunden und Kleintieren schmeckt. Die natürlichen Inhaltsstoffe der Roten Beete liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe – eine gute Möglichkeit, den Speiseplan deines Rehepferdes nährstoffreich und trotzdem zucker- und stärkearm zu gestalten.

Für die tägliche Mineralstoffversorgung empfehlen wir den marstall Force (ab 17,95 €) – ein getreidefreies Mineralfutter, das mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt und dabei speziell auf die Bedürfnisse von Pferden mit empfindlichem Stoffwechsel abgestimmt ist.

Spezialfutter bei Stoffwechselstörungen:

Für Pferde mit Stoffwechselstörungen und Magenproblemen ist das Cavalor FiberForce (26,00 € für 15 kg) eine ausgezeichnete Wahl. Dieses einzigartige Ergänzungsfutter setzt auf einen hohen Faseranteil und verzichtet auf Getreide – genau das, was Hufrehe-Pferde brauchen.

Entdecke alle Produkte rund um das Thema Hufrehe in unserer Kollektion Hufrehe sowie weitere Artikel zur Hufpflege und Pferdegesundheit.

Hufpflege und Vorsorge: So beugst du Hufrehe vor

Neben der richtigen Fütterung spielen auch Hufpflege und Management eine große Rolle bei der Hufrehe-Prävention:

Regelmäßiger Hufschmied: Alle sechs bis acht Wochen sollte ein erfahrener Hufschmied oder Huforthopäde die Hufe bearbeiten. Bei Rehe-Pferden ist eine korrekte Hufbearbeitung besonders wichtig, um die Hufmechanik zu unterstützen.

Gewicht im Blick behalten: Nutze regelmäßig ein Maßband zur Gewichtskontrolle. Bei Robustrassen und leichtfuttrigen Pferden ist konsequentes Gewichtsmanagement der beste Schutz vor Hufrehe.

Bewegung fördern: Regelmäßige, moderate Bewegung fördert die Durchblutung der Hufe und den Stoffwechsel. Ein Paddock-Trail oder täglicher Weidegang auf abgegrasten Flächen hält dein Pferd fit, ohne den Zuckerkonsum in die Höhe zu treiben.

Blutbild kontrollieren: Lass mindestens einmal jährlich ein großes Blutbild inklusive Insulinwert und ACTH-Test erstellen. So erkennst du Stoffwechselstörungen frühzeitig, bevor sie zur Hufrehe führen.

Anweidezeit im Frühjahr: Starte im Frühling langsam mit kurzen Weidezeiten von 15–30 Minuten und steigere schrittweise. Nach kalten Nächten sollte die Weidezeit möglichst erst ab Mittag erfolgen. Nach wärmeren Nächten sind die frühen Morgenstunden in der Regel vorteilhaft, wenn der Fruktangehalt im Gras noch niedrig ist. Stark abgefressene Weiden sowie gestresste Grasbestände sollten möglichst gemieden oder nur für wenige Stunden genutzt werden.

Fazit: Hufrehe ist beherrschbar – mit dem richtigen Wissen

Hufrehe ist eine ernste Erkrankung, aber kein Todesurteil. Mit frühzeitiger Erkennung, konsequenter Futterumstellung und der richtigen Pflege können die meisten Pferde ein beschwerdefreies Leben führen. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus artgerechter, zuckerarmer Fütterung, regelmäßiger Hufpflege, Gewichtskontrolle und tierärztlicher Begleitung.

Bei muunchy.de findest du alles, was dein Pferd für gesunde Hufe braucht – von speziellem Ergänzungsfutter für Pferde über Supplements und Nahrungsergänzung bis hin zu hochwertigem Pferdefutter. Schau dich in unserem Shop um und gib deinem Pferd die bestmögliche Unterstützung!

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Hufrehe kontaktiere bitte umgehend einen Tierarzt.

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